Netzwerktreffen in der "Nullenergie-Stadt"




Fokus des Netzwerktreffens war "Nachhaltige Baumaterialien"


Zum sechsten Mal kamen die Kommunen des Energieeffizienz-Netzwerks Rosenheim-Traunstein zusammen. Dieses Mal drehte sich alles um nachhaltige Baumaterialien.
Stephan Schlier, erster Bürgermeister der Stadt Bad Aibling, zeigte sich sichtlich erfreut, die teilnehmenden Bürgermeister und Netzwerkbeauftragten in seiner Heimatstadt begrüßen zu dürfen.
Den passenden fachlichen Input lieferte Architekt Winfried Schneider, Leiter des Instituts für Baubiologie + Nachhaltigkeit IBN in Rosenheim, der mit seinem Vortrag einen interessanten Einblick in die Nachhaltigkeit von Baustoffen gab. Im Mittelpunkt stand die Frage, was Bauherren konkret unternehmen können um ihren "Bau-Wohn-Footprint" zu reduzieren und regionale Baukunst und Wirtschaftskreisläufe zu fördern. Herr Schneider erläuterte die Bedeutung von regionalen Bauweisen und Wirtschaftskreisläufen sowie die Wahl von trennbaren Materialien mit bestmöglicher Ökobilanz. "Wichtig ist es, regionale Firmen, Handwerker und Künstler zu bevorzugen, erneuerbare Energiequellen und Regenwasser zu nutzen, weniger Energie und Wasser zu verbrauchen sowie weniger Raumflächen, z. B. durch gemeinschaftliche Wohnprojekte zu nutzen", konkretisierte Herr Schneider.
Im zweiten Teil des Treffens stellte Sebastian Gröbmayr vom Institut für nachhaltige Energieversorgung die neueste Entwicklung auf der Internetseite des Netzwerks vor: Mit Hilfe eines intuitiven Dashboards können sich die Kommunen nun jederzeit einen detaillierten Überblick über den Stand der Effizienzmaßnahmen und der bereits erreichten Einsparungen verschaffen. Außerdem zeigt das Dashboard auf, welche Maßnahmen das größte Einsparpotenzial bieten und welche Ziele schon erreicht sind. So können die Teilnehmer nachvollziehen, welchen Beitrag sie zu den Netzwerkzielen leisten und welche Hebel ihnen zur Verfügung stehen um die Zielerreichung zu verbessern. Gröbmayr ist überzeugt von der Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten und dem Mehrwert für die teilnehmenden Kommunen: "Das Dashboard schafft Transparenz und unterstützt die Teilnehmer dabei, die richtigen nächsten Schritte anzugehen. Zusätzlich stärkt es die Kommunikation sowohl innerhalb des Netzwerkes als auch mit externen Akteuren, oder beispielsweise auch den Gemeinderäten."
Abschließend führte die Architektin Dr. Martina Klingele die Teilnehmer durch das Gelände der "Nullenergiestadt" des B&O-Geländes. Das Projekt bietet viele Beispiele für den gesamten Bereich der Sanierung und Modernisierung als auch für den Neubau von bezahlbarem Wohnraum. Dabei fokussiert sich die B&O-Gruppe auf den vorgefertigten Systembau, vorrangig in CO2-sparender Holz-Hybrid-Bauweise.

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