Kommunen

INEV Erstanalyse: Was in 30 Minuten passiert

 

Lesezeit: 7 Minuten

Ein Gespräch, kein Verkaufstermin

Wenn wir Kommunen ein Erstgespräch anbieten, begegnet uns gelegentlich eine nachvollziehbare Skepsis: Ist das nicht einfach ein Akquisegespräch in anderer Verpackung? Ein „kostenloser" Termin, der am Ende in einem Angebot mündet?

Die Antwort: Nein. Das Erstgespräch ist keine Produktvorstellung und kein verdeckter Pitch. Es gibt keine Präsentation, keinen Foliensatz und kein Angebot am Ende. Was es gibt: 30 Minuten, in denen wir gemeinsam auf die Situation Ihrer Kommune schauen.

Das klingt unspektakulär. In der Praxis zeigt sich: Für viele Kommunen ist es der Schritt, der die folgenden Entscheidungen deutlich einfacher macht.

30 Minuten, die nicht verkaufen, sondern einordnen.

Was in diesen 30 Minuten konkret passiert

Das Erstgespräch folgt einer klaren Struktur, die sich in mehreren hundert Gesprächen bewährt hat:

Phase 1: Ausgangslage einordnen

Wir beginnen mit der Frage, wo die Kommune steht. Gibt es bereits Beschlüsse oder politische Absichtserklärungen? Wurde das Thema Wärmeplanung schon intern diskutiert? Gibt es Vorarbeiten – ein Klimaschutzkonzept, eine Energie-Potenzialanalyse, einen bestehenden Nahwärmeansatz? Welche internen Ressourcen stehen zur Verfügung?

Phase 2: Optionen strukturieren

Auf Basis der Ausgangslage ordnen wir ein, welche Instrumente zur Situation passen. Ist eine kommunale Wärmeplanung der richtige Einstieg – oder wäre eine vorgelagerte Machbarkeitsstudie sinnvoller? Gibt es spezifische Fördermöglichkeiten im jeweiligen Bundesland? Welche Vereinfachungen sind möglich, und wo lohnt sich der Mehraufwand? Diese Einordnung ist keine Empfehlung für ein bestimmtes INEV-Produkt, sondern eine fachliche Strukturierung der Optionen.

Phase 3: Nächsten Schritt klären

Am Ende des Gesprächs steht ein konkreter, abgestimmter nächster Schritt. Das kann ein Projekt sein – muss es aber nicht. Häufig ist es die Empfehlung, zunächst einen Fördermittelantrag zu stellen, ein internes Abstimmungsgespräch zu führen oder ein anderes Instrument als das ursprünglich geplante zu wählen.

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Warum dieses Format funktioniert

Die kommunale Energie- und Wärmeplanung ist ein Feld, in dem falsche erste Schritte teuer werden – nicht in Euro, sondern in verlorener Zeit, doppelter Arbeit und politischem Vertrauensverlust. Eine Kommune, die ein Instrument beauftragt, das nicht zur Ausgangslage passt, merkt das oft erst Monate später.

Das Erstgespräch reduziert dieses Risiko. Nicht indem es die Entscheidung abnimmt, sondern indem es die Entscheidungsgrundlage schafft. Für die Kommune ist der Aufwand minimal: 30 Minuten, kein Reiseaufwand, keine Vorbereitung nötig. Was die Kommune danach hat: eine Einordnung ihrer Lage, eine Übersicht der passenden Instrumente und einen konkreten nächsten Schritt.

Was danach passiert – und was nicht

Nach dem Erstgespräch gibt es keine automatische Folge. Kein Angebot, das unaufgefordert kommt. Kein Nachfasstelefonat. Wenn die Kommune den nächsten Schritt gehen möchte, kann sie sich melden. Wenn sie zunächst intern weiterarbeiten möchte, ist das ebenso ein valides Ergebnis. Kommunale Entscheidungsprozesse haben eigene Taktungen – Gremienvorlagen, Haushaltsplanungen, politische Abstimmungen. Das Erstgespräch soll Orientierung geben. Den Zeitpunkt für den nächsten Schritt bestimmt die Kommune.

Typische Ergebnisse

In mehreren hundert Erstgesprächen hat sich gezeigt, dass die Ergebnisse in drei Kategorien fallen:

Die drei häufigsten Ergebnisse

  • Konkreter Projektstart – Ausgangslage klar, Förderung gesichert, interne Abstimmung abgeschlossen
  • Interne Weiterarbeit – die Einordnung dient als Grundlage für Gremienvorlagen und politische Abstimmungen
  • Kurskorrektur – ein anderer Einstieg als der ursprünglich geplante erweist sich als passender

Warum wir das so machen

Die Frage liegt nahe: Warum investiert INEV 30 Minuten in ein Gespräch ohne Gegenleistung?

Die Antwort ist pragmatisch: Projekte, die auf einer fundierten Einordnung basieren, laufen besser. Weniger Korrekturschleifen, weniger Missverständnisse, weniger Projekte, die am Bedarf der Kommune vorbeigehen. Das Erstgespräch ist die Grundlage für eine Zusammenarbeit, die für beide Seiten funktioniert. Und wenn aus dem Gespräch kein Projekt wird? Dann hat eine Kommune Orientierung gewonnen. Das gehört dazu.

30 Minuten Klarheit – ohne Angebot, ohne Präsentation, ohne Verpflichtung. Mehr als 250 Kommunen haben so angefangen.

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INEV begleitet Veränderungsprozesse in der Energie- und Wärmewende mit einem integrierten Ansatz aus fachlicher Analyse, strategischer Einordnung und strukturierter Prozessbegleitung. So entstehen Lösungen, die nicht nur konzeptionell überzeugen, sondern auch anschlussfähig und umsetzbar sind.