GEG-konforme Primärenergie- und CO2-Emissionsfaktoren für das Werksviertel-Mitte München

Seit November 2020 ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft. Dieses neue Gesetz löst die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) sowie das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ab.

Für viele Fernwärmeversorger ergibt sich daraus die Notwendigkeit, die Primärenergiefaktoren neu zu bestimmen und zu bescheinigen. Dabei haben sich nicht nur Werte einzelner Faktoren geändert, auch die Allokationsverfahren bei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sind von den neuen Regelungen betroffen.

Die werkkraft GmbH, eine Gesellschaft zwischen der Bayernwerk Natur GmbH und der OTEC GmbH & Co. KG (Besitzer und Betreiber des Geländes), die das Werksviertel-Mitte (ehem. Pfanni-Gelände) in München mit Wärme, Kälte und Strom versorgt, hat INEV aus diesem Anlass beauftragt, nicht nur die Primärenergiefaktoren, sondern erstmals auch die CO2-Emissionsfaktoren neu zu bewerten, um den Bauherren und Liegenschaftsbetreibern ein korrektes Bild zu geben und den aktuellen gesetzlichen Anforderungen Genüge zu tun.

Bei der Neubewertung hat sich gezeigt, dass das innovative Versorgungskonzept der werkkraft GmbH, welches schon bisher sehr gute Primärenergiefaktoren aufwies, nach den neuen gesetzlichen Regelungen sogar noch ein wenig besser zu beurteilen ist. Die neu ausgestellten Bescheinigungen sind bereits gültig, so dass die Wärme- und Kältekunden der werkkraft GmbH ihren Nachweispflichten weiterhin problemlos nachkommen können.

Das Werksviertel-Mitte in München ist ein Münchener Stadtquartier in unmittelbarer Nähe zum Ostbahnhof. Das ca. 9 Hektar große Areal wird im Rahmen eines Stadtentwicklungsprojektes seit 2015 von einem Industriegebiet zu einem Wohn- und Gewerbegebiet umgebildet. Geplant bzw. realisiert sind neben dem Wohnraum auch Büros, eine Grundschule, ein Konzertsaal, Einkaufsmöglichkeiten, Hotel- und Gastronomieangebote sowie soziale Infrastruktur und Sportangebote.
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