Die Netzwerkarbeit nimmt Fahrt auf

Der Erfahrungsaustausch geht in die zweite Runde


Die teilnehmenden Kommunen des Energieeffizienz-Netzwerks Rosenheim-Traunstein wurden von Andreas Friedrich, erster Bürgermeister in Prien am Chiemsee, in den Chiemseesaal eingeladen, um sich gemeinsam über die vielfältigen Chancen und Möglichkeiten eines Kommunalen Energiemanagements zu informieren. Unter Einhaltung der aktuellen Corona-Auflagen, fand ein intensiver und produktiver Austausch statt.
Gemeinsam hat sich das Energieeffizienz-Netzwerk ehrgeizige Ziele gesetzt, damit der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen der Kommunen nachhaltig und effektiv gesenkt werden.
Bei jedem Netzwerktreffen wird eines der möglichen Themengebieten rund um Energieversorgung aufgegriffen und umfassend darüber informiert. Gegenstand dieser Zusammenkunft war diesmal das Thema „Kommunales Energiemanagement“.
Die Aufgabe des kommunalen Energiemanagements ist es, die Energieverbräuche der kommunalen Liegenschaft aufzunehmen und zu analysieren, um so hohe Verbräuche aufzuspüren und mögliche Potenziale für eine kontinuierliche energetische Verbesserung zu identifizieren. Durch gezielte Maßnahmen werden so Jahr für Jahr viele Kilowattstunden eingespart und CO2-Emissionen vermieden. Dr. Isabel Bücker (INEV) stellte die relevanten Schritte zur Einführung eines kommunalen Energiemanagements vor und zeigte die vielfältigen Fördermöglichkeiten auf, welche von Bund und Freistaat für die Einführung solcher Systeme bereitgestellt werden.
Zu Gast waren Anton Keil von der IngSoft GmbH und Prof. Dr. Jörg Lässig von dem Institut für Nachhaltigkeitsmanagement GmbH. Beide präsentierten den kommunalen Vertretern Systeme und Werkzeuge, mit denen die Umsetzung des Energiemanagement erfolgen kann. Insbesondere die Vereinfachung der Energiedatenerfassung und -verwaltung, mittels Digitalisierung, stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse.
Zum Abschluss fand eine Besichtigung des Erlebnisbads PRIENAVERA, dem größten kommunalen Energieverbraucher der Marktgemeinde, statt. Hier konnten sich die Teilnehmer direkt vor Ort ein Bild, von der Komplexität bezüglich Energieversorgung und Technik, die für die Versorgung eines solchen Bades notwendig sind, sowie der in der Praxis umgesetzten kontinuierliche energetische Verbesserung, machen.


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