Erstes Netzwerktreffen als digitaler Austausch

Startschuss für einen regen Erfahrungsaustausch durch die Vorstellung der Kommunen. November 2020.


Aufbruchsstimmung herrscht als sich die 14 Gemeinden beim ersten (Online-)Treffen des im Oktober gegründeten Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks Ebersberg-München am vergangenen Donnerstag (12. November) der Reihe nach vorstellen. Denn schnell wird klar, dass die teilnehmenden Gemeinden bei aller Unterschiedlichkeit ähnliche Strategien verfolgen, um den Klimaschutz lokal weiter voran zu bringen und als feste Instanz für die nachfolgenden Generationen zu verankern. Nun wird der Austausch im Netzwerk ihnen dabei helfen, sich auf die effektivsten Bausteine zu konzentrieren.

„Zugleich werden wir in den Gemeinden die Potenziale identifizieren, die bisher noch unberücksichtigt geblieben sind“, sagt Prof. Dr. Dominikus Bücker. Der Geschäftsführer des Instituts für nachhaltige Energieversorgung GmbH (INEV) an der Technischen Hochschule Rosenheim, das gemeinsam mit der Energieagentur Ebersberg-München gGmbH (EA EBE-M) das Netzwerk betreut, freut sich über das bereits hohe Engagement der Gemeinden, das beim ersten Netzwerktreffen offensichtlich wurde: „Die Bereitschaft, sich den Herausforderungen des Klimawandels zu stellen, ist bei allen teilnehmenden Gemeinden sehr groß. Jetzt wollen wir gemeinsam schauen, welche Maßnahmen am sinnvollsten umgesetzt werden sollten, , damit der Beitrag zum Klimaschutz und die Entlastung der Gemeindehaushalte gleichermaßen verbessert werden können.“

Auch aus Sicht von Dr. Willie Stiehler, Geschäftsführer der Energieagentur Ebersberg-München gGmbH, war das erste Netzwerk-Treffen ein gelungener Auftakt: „Es hat sich gezeigt, dass die Regionalität des Netzwerks eine besondere Qualität ist. Zwar unterscheiden sich Gemeinden wie Baierbrunn, Haar und Kirchseeon strukturell stark voneinander, aber es hat sich gezeigt, dass sie alle vor ähnlichen Herausforderungen stehen, angefangen beim Siedlungsdruck und der Erschließung neuer Wohngebiete bis hin zur Frage nach der Energie- und Wärmeversorgung ihrer Ortsteile.“

Nach der Vorstellung der Gemeinden folgten die ersten beiden Fachvorträge. Bewusst legten das INEV und die Energieagentur den Fokus dabei auf ein ganz grundsätzliches Thema, das für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in Kommunen von zentraler Bedeutung ist: Die Fördermöglichkeiten, die der Bund und der Freistaat Bayern für strategische und investive Energieeffizienzmaßnahmen für Kommunen zur Verfügung stellen. „Wir möchten die Gemeinden in diesem wichtigen Punkt zu Beginn des Netzwerkes auf einen gemeinsamen Informationsstand bringen“, erklärte Prof. Dr. Dominikus Bücker die Auswahl.

Das nächste Netzwerktreffen ist für Februar 2021 geplant. Bis dahin legen die teilnehmenden Kommunen fest, bei welchen Themen Energieeffizienz-Maßnahmen umgesetzt werden sollen. Gemeinsam mit der Energieagentur und INEV starten sie die Datenerhebung als Basis für die Identifizierung von Einsparpotenzialen.
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