EFFIZIENTE WÄRMENETZE:

BEW, WPG, § 32 – viele Anforderungen, eine Lösung: Warum Kommunen und Stadtwerke jetzt auf Transformationspläne setzen müssen

Die Wärmewende ist bundesweit in vollem Gange – und trotzdem bleibt der Wärmesektor ein Stolperstein. Aktuell stammen nur rund 20 % der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien; in Wärmenetzen liegt der regenerative Anteil ebenfalls erst bei etwa einem Fünftel.Große Teile der Fernwärme beruhen damit weiterhin auf Erdgas und Kohle. Das ist nicht nur klimapolitisch problematisch, sondern setzt Betreiber und Kommunen auch rechtlich und finanziell unter Handlungsdruck.

WARUM DAS JETZT DRÄNGT

Rechtlicher Rahmen:
Das Wärmeplanungsgesetz (WPG) fordert in § 32 Wärmenetz-Ausbau- und Dekarbonisierungsfahrpläne für alle Netze, die noch nicht vollständig klimaneutral sind. Daran geknüpft sind Veröffentlichungspflichten sowie die Grundlage für künftige Förderfähigkeit.


Zugang zu Fördermitteln (BEW):
Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) setzt einen Transformationsplan als Zugangsvoraussetzung voraus. Ohne Transformationsplan keine Förderung für Großwärmepumpen, Solarthermie, Abwärmeeinbindung oder Netzausbau.


Finanzielle Dimension:
Studien zeigen, dass für Netzausbau und Umstellung bis 2030 mindestens zweistellige Milliardenbeträge erforderlich sind. Strategische Planung und der Zugang zu Fördermitteln werden damit zu einem zentralen Erfolgs- und Risikofaktor.

WAS EIN TRANSFORMATIONSPLAN KONKRET LEISTEN MUSS

Ein Transformationsplan ist mehr als ein Dokument – er dient als Projekt- und Finanzfahrplan für Netzbetreiber und Kommunen. Typische Bausteine sind:

  • Bestandaufnahme
    Erzeugungsmix, Altersstruktur der Anlagen, Netzeigenschaften, Nachfrageentwicklung
  • Szenarienentwicklung (kurz, mittel, langfristig)
    zum Beispiel Einsatz von Großwärmepumpen, Nutzung von Abwärme, Biomasse, Power-to-Heat
  • Technische Roadmap
    schrittweise Ersetzung fossiler Erzeuger, Spitzenlastkonzepte, Redundanzen, Netzoptimierung
  • Wirtschaftlichkeit und Tarifanalyse
    Investitions- und Betriebskosten, Auswirkungen auf Wärmepreise und Tarifmodelle
  • Förderstrategie und Antragspaket
    BEW-konforme Unterlagen, Zeitplan für Anträge, erforderliche Begleitnachweise
  • Governance, Zeitplan und Meilensteine
    klare Verantwortlichkeiten, priorisierte Maßnahmen, realistische Umsetzungsschritte

PRAXISBEISPIEL

Ein Stadtwerk kann mit einem kombinierten Ansatz – erste Großwärmepumpe, Abwärmenutzung und ein hybrides Spitzenlastkonzept – innerhalb von 5 bis 8 Jahren den fossilen Erzeugungsanteil im Netz deutlich reduzieren und gleichzeitig förderfähige Kostenanteile aktivieren.

Voraussetzung sind ein schlüssiger Transformationsplan, abgestimmte Szenarien und eine Förderstrategie, die BEW-Anforderungen und lokale Rahmenbedingungen zusammenbringt.

Wie INEV unterstützt

INEV begleitet Kommunen und Stadtwerke von der ersten Bestandsaufnahme bis zur Förderantragstellung. Unsere Leistungen umfassen unter anderem:

  • Datenerhebung und technische Bewertung
  • Szenarienmodellierung für Erzeugung und Netz
  • Finanzierungs- und Förderstrategie (insbesondere BEW)
  • Ausarbeitung vollständiger BEW-Antragsunterlagen
  • Begleitung bei Vergaben und in der Umsetzung
Ziel ist ein handlungsfähiger Transformationsfahrplan, der sowohl die gesetzlichen Anforderungen (WPG, § 32, BEW) adressiert als auch betriebswirtschaftlich tragfähig ist.

NÄCHSTER SCHRITT

Möchten Sie Ihr Wärmenetz in einem kurzen, kostenlosen Rapid-Assessment prüfen lassen – oder direkt mit einem Transformationsplan und BEW-Antrag starten?


Schreiben Sie uns an info@inev.de oder buchen Sie einen Gesprächstermin mit unserem Team.